Über mich

«Lorbeeren sind sehr unbequem, um sich darauf auszuruhen.»

Bild: Velouli
Bild: Velouli

Einmal in die Kleider meiner Romanfiguren schlüpfen.     Foto: Velouli1
Einmal in die Kleider meiner Romanfiguren schlüpfen. Foto: Velouli1

Ich heiße Tabea Koenig, bin 1992 geboren und wohne in Basel (wenn auch geistig eher in Schottland). Schon seit meiner Kindheit interessiere ich mich für historische Geschichten mit starken Frauen. Eine Rundreise durch Schottland inspirierte mich schließlich zu meinem ersten Roman.

Mein Mann und ich haben uns sofort in das Land verliebt und uns einer Reisegruppe angeschlossen. Emily konnte wunderbar die Geschichte Schottlands wiedergegeben und Liam fuhr uns mit seinem Van sicher durch die Highlands. Wir erfuhren so viel über die Geschichte Schottlands, dass mein Kopf vor dieser atemberaubender Kulisse unermüdlich zu rattern begann. Es war Geschichte, die mich nicht mehr losließ.

 

Es mag klischeehaft klingen, aber Schreiben wollte ich eigentlich schon immer. Als Kind habe ich mich freudig an Märchen und Kurzgeschichten ausgetobt, Hausarbeiten überspannten grundsätzlich den Bogen der Vorgaben. Als 17-Jährige habe ich ohne Vorkenntnisse einen dubiosen Wikingerroman gestartet, der nach 150 Seiten in einer Sackgasse endete und sich seither in der Schublade zu Tode schämt. Mein Schwerpunkt in Geschichte verlagerte sich mit den Jahren von Mittelalter auf Neuzeit und fokussierte sich schließlich auf das 19. und frühe 20. Jahrhundert. Dieses Mal setzte ich mich aber zuerst mit Dramaturgie, Recherche und Planung auseinander. Ich schloß mich einem Schreibzirkel an bzw. wurde Mitgründerin der Facebook-Seite "Schreibecke - Autoren-Café", lernte andere Autorinnen und Autoren kennen, tauschte mich mit ihnen aus und lernte von ihnen. Keiner der bekanntesten Schreibratgebern blieb von mir ungelesen. Belletristische Vorbilder wurden genauestens analysiert, Leselektüren wuchsen exponentiell. Eine enorme Arbeit wartete auf mich - und gehört bis heute zur täglichen Routine. Schreiben bedeutet, an sieben Tage die Woche mehrere Stunden hinter dem Werk zu sitzen. Aber nicht nur das Schreiben braucht Zeit, sondern auch das Recherchieren, Vernetzen und Planen. Dann das erstellen eines Exposés und einer Vita. Und nach der Fertigstellung? Wird nochmals gründlich überarbeitet, was ungelogen so lange dauert wie das Schreiben selbst. Und dann? Folgt auch schon die Recherche für den nächsten Roman und natürlich bewirbt man sich bei Agenturen und Verlagen, wofür man nochmals besonders viel Geduld und Glauben an sich selbst braucht. Man muss dranbleiben, Lorbeeren sind sehr unbequem, um sich darauf auszuruhen. Mit der Routine kommt die Sicherheit und schließlich auch Gewissheit: Was ich anfänglich nur als Hobby verstand, entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die ich wie Luft zum Atmen brauche.

 

Im Oktober 2018, vier Jahre nach meiner Rundreise  durch Schottland, hielt ich den Verlagsvertrag von Piper in den Händen.

 

Um zu schreiben, muss man allein sein. Aber es stimmt nicht, dass Schreiben einsam macht, denn hinter jedem Buch stecken zahlreiche Gesichter, die einen begleiten. An meine lieben Freunde da draußen: Ich schulde euch mehr Dank, als ich auszudrücken vermag! Ihr wart unermüdlich und voller Elan von der ersten Stunde an dabei und habt dazu beigetragen, dass die Zeit von der Idee bis zur Veröffentlichung in einem Rutsch durchging!

 

Herzlichst,

Eure Tabea Koenig

Bild: Velouli1
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